Breaking Through Barriers Informationen für Personen mit Depression- Breaking Through Barriers will dazu beitragen, dass Menschen mit Depressionen, die unter emotionalen oder physischen Symptomen leiden, so effizient wie möglich diagnostiziert und behandelt werden.

Depressionen - eine weit verbreitete und missverstandene Krankheit

Verbreitung

Depressionen sind überall auf der Welt bekannt, und sie nehmen zu:

Gründe

Die Ursache für Depressionen ist noch nicht wirklich erforscht und manchmal kann es in der Tat keine erkennbaren Ursachen geben. Experten glauben, dass einige Menschen bereits mit der Neigung zur Depression geboren wurden.4 Sie glauben weiterhin, dass Stress, Krankheit, Medikamente und andere Faktoren zu einem Ungleichgewicht  bestimmter Botstoffe im Gehirn führen können und Depression verursachen.5

Einige Menschen werden depressiv nach einer großen Lebensänderung – der Tod eines Nahestehenden, eine Scheidung, Arbeitslosigkeit oder Umzug. Selbst fröhliche Begebenheiten wie z.B. Eltern werden, Heirat, kleinere Lebensänderungen können manchmal Depressionen hervorrufen. Egal wie groß oder klein Änderungen im Leben sind, sie verursachen in jedem Fall Stress  und können die Gefühle einer Person stark beeinflussen.

Einige Risikofaktoren für Depression umfassen:

Depression kann auch durch andere medizinische Ursachen hervorgerufen werden. Krankheiten wie Schlaganfall, Herzanfall, Krebs, Nervenkrankheiten (wie Alzheimer Demenz und Parkinsonkranheit) und hormonelle Änderungen (wie Wechseljahre) können Depression hervorrufen. Leute, die diese Voraussetzungen haben, sollten sich besonders der Symptome von Depression bewusst sein und sollten mit Ihrem Arzt sprechen, falls sich welche zeigen.

Depressionen und Selbstmord

Es mag Zeiten geben, in denen Gefühle der Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung Menschen daran denken lassen kann, sich das Leben zu nehmen. Falls Ihre Symptome – wie abnormale Verhaltensänderungen, Angst, Aufregung, Panikattacken, Schlafschwierigkeiten, Reizbarkeit, Feindseligkeit, Aggressivität, Impulsivität oder Übereifer – schlimmer werden, sollten Sie sofort Ihren Arzt konsultieren.

Sollte irgendeine dieser Änderungen extrem sein, oder plötzlich auftreten, könnte dies ein Signal für erhöhtes Selbstmorddenken darstellen. Es ist wichtig, dass diese Gefühle mit Ihrem Arzt besprochen werden, sollten sie neue Medikamente einnehmen oder die Dosis ändern. Halten Sie die Kontakte zu anderen Personen aufrecht und melden Sie jegliche plötzliche Änderung Ihres Gemütszustandes. Vergessen Sie nicht, dass Ihr Arzt immer für Sie da ist; er oder sie kann ihre Behandlung dahingehend verändern, dass die Symptome besser kontrollierbar sind und die Lebensqualität sich steigert.

Literatur
  1. World Health Organization.  Factsheet – Depression.  2005.  Verfügbar unter: http://www.who.int/mental_health/management/depression/definition/en/
  2. WHO. Mental health in the WHO European Region. Fact sheet Euro/03/03. 8 September 2003. Verfügbar unter: http://www.euro.who.int/document/mediacentre/fs0303e.pdf
  3. World health Organization. Facts sheet. 2002. Verfügbar unter: http://www.who.int/whr/2001/chapter2/en/index4.html
  4. Beardslee WR, Gladstone TRG et al. A Family-Based Approach to the Prevention of Depressive Symptoms in Children at Risk: Evidence of Parental and Child Change. Pediatrics: Official Journal of the American Academy of Pediatrics.2006; 129
  5. Ohayon, MM, Schatzberg, AF. Using Chronic Pain to Predict Depressive Morbidity in the General Population. Arch Gen Psychiatry/Vol 60. 2003: 39