Aktionsaufruf: Bewusstseinssteigerung und Verbesserung der Depressionsdiagnose
Die sehr alarmierenden Ergebnisse der ‘Depression: The Painful Truth’ Übersichtsstudie veranlassten die World Federation for Mental Health (WFMH), im Sommer 2005 ein Treffen von Experten aus interdisziplinären Gebieten der Psychiatrie einzuberufen, um neue Möglichkeiten zu erörtern, die Diagnose zu verbessern und das Verständnis für die Krankheit zu fördern. Dieser Fachkongress wurde von Eli Lilly und Co sowie Boehringer Ingelheim finanziell unterstützt.
Die Experten verschafften sich einen Überblick über die gegenwärtige Forschung und die aktuelle Studienlage und tauschten sich über klinische und regionale Ansichten aus, um eine übereinstimmende Darstellung und einen Aktionsplan zu entwickeln. Ziel war es die unbefriedigten Bedürfnisse zu berücksichtigen und somit die Lebensqualität depressiver Menschen weltweit zu verbessern.
Entscheidende übereinstimmende Punkte
- Es ist wichtig, dass man sich allgemein stärker den Symptomen der Depression bewusst wird, vor allem der körperlichen Beschwerden, insbesondere Schmerzen im Rahmen der Depression. Betroffen sollten dazu bewegt werden frühzeitig professionelle Hilfe aufzusuchen und ihre Symptome ihrem Hausarzt zu schildern.
- Es ist wichtig, dass die Ausbildung, die Hausärzte speziell auch im Studium erhalten, verbessert wird, um sicherzustellen, dass sie Depression richtig diagnostizieren. Dies stellt sicher, dass Leute, die mit ihrem Arzt über andauernde schmerzhafte Symptome sprechen, auch auf Depression hin untersucht werden.
Die Expertengruppe sprach sich 2006 auch für spezifische Aktionen aus, einschließlich
- Entwicklung dieser Internetseite, um internationale Interessenverbände von Patienten zur Diskussion von Programmen bezüglich übereinstimmender Punkte zusammenzubringen
- Organisation des “Depression Monologues” Medienseminars, um die Auswirkung von Depression auf Frauen aufzuzeigen; eine Umfrage für ein besseres Verständnis durchzuführen und um die Lücken zwischen der Ausbildung zur Depressionsbehandlung und der realen klinischen Vorgehensweise aufzuzeigen
Der Call to Action wird unterstützt von der folgenden Gruppe internationaler Experten
- Prof. Michael Bauer (Charité – University Medicine Berlin, Germany)
- Gabriela Camara (Voz Pro Salud Mental, Mexico)
- Dr. Adriano Camargo (ABRATA, Brazil)
- Dr. Ricardo Colin (Instituto Nacional de Neurologia y Neurocirugia, Mexico)
- Dr. Vincenzo Costigliola (European Medical Association, Belgium)
- Dr. Marc-Antoine Crocq (Centre Hospitalier de Rouffach, France)
- Prof. Pedro Delgado (University of Texas, USA)
- Dr. Patt Franciosi (World Federation for Mental Health)
- Preston Garrison (World Federation for Mental Health)
- Margit Golfels (TriaLogisch e.V. / Hilfe für psychisch Kranke Bonn/Rhein-Sieg e.V., etc., Germany)
- Amelia Mustapha (European Depression Association)
- Prof. Robert Peveler (University of Southampton, UK)
